Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik verlegt ab Oktober 2025 ihren Dienstsitz nach Bonn
- und bezieht Quartier an einem historisch bedeutsamen Ort. Foto: BAKS/Beu
Erste Baubegehung: BAKS-Vizepräsident Markus Woelke (l.) und Oberst i.G. Arne Collatz verschaffen sich einen Eindruck von der künftigen BAKS-Liegenschaft am früheren Bundeskanzleramtsgebäude in Bonn. Foto: BAKS/Beu
Für die BAKS steht dieses Jahr ein Umzug auf dem Programm: Der Standort der Bundesakademie für Sicherheitspolitik wird ab September 2025 Bonn sein. In der früheren Hauptstadt der Bundesrepublik haben nach wie vor zahlreiche Bundesministerien und -behörden ihren Dienstsitz. „Wir halten so die Nähe zu den Ressorts und schaffen es zugleich, aus der oft kritisierten Berliner Blase herauszukommen“, sagt BAKS-Vizepräsident Markus Woelke. Darüber hinaus biete der Umzug handfeste logistische Vorteile, hält der Leiter des Kernseminars, Dr. Gerd Föhrenbach fest: „In der aktuellen Berliner Verkehrslage müssen unsere Seminare für Termine im Regierungsviertel anderthalb Stunden Anfahrt einplanen. Das geht selbst in der Bonner Rush Hour deutlich schneller.“

Die Leiterin Lehre, Dr. Evita Schmieg sieht ebenfalls die Vorteile des Standorts am Rhein. So verfüge Bonn gemeinsam mit Köln seit Jahrzehnten über einen gut funktionierenden internationalen Flughafen, was sich für die Studienreisen der Seminare bezahlt machen werde. „Es ist viel einfacher und kostengünstiger, von hier nach Brüssel, Paris, London und Warschau zu reisen“, sagt Schmieg. Die anstehende engere Zusammenarbeit in Europa lasse sich so deutlich leichter begleiten.
Der Umzug ist im August geplant. Bereits Ende März verschafft sich eine Delegation um Vizepräsident Woelke in Bonn Eindrücke des künftigen Standorts. Für die BAKS ist der Umzug in gewisser Weise auch eine Rückkehr, denn sie wurde 1992 in der damaligen Bundeshauptstadt gegründet und zog erst 2004 nach Berlin um. Der frühere Bonner Standort, die Rosenburg im Stadtteil Kessenich, steht allerdings nicht mehr zur Verfügung. „Es ist aber gelungen, eine veritable Alternative zu finden“, so Vizepräsident Woelke.
Kanzlerbungalow wird für BAKS-Nutzung saniert

Die Akademie wird ihren Sitz im sogenannten Kanzlerbungalow erhalten, der von 1964 bis 1999 mehreren Bundeskanzlern als Repräsentations- und Wohngebäude nahe des damaligen Kanzleramts diente. Das denkmalgeschützte, zwischenzeitlich leerstehende und dann als Ausstellungsraum genutzte Gebäude wird dazu gerade umfasssend saniert.
In seiner von Geradlinigkeit und Transparenz geprägten Formensprache biete der vom Architekten Sep Ruf entworfene Bau einen überaus geeigneten Rahmen für den künftigen Akademiebetrieb, unterstreicht der Vizepräsident. Wie viele andere Bundesbedienstete hat Woelke seinen Dienst als Diplomat noch in Bonn angetreten. Die erste Baubegehung ist deshalb für ihn auch ein emotionaler Moment: „Un endlich sin mer widder am Rhing! Dat es jood för et Jemöt en dä Krisenzick“, sagt Woelke nicht ohne rheinischen Frohsinn.
Autoren: Redaktion